Eine orthomolekular therapeutische Behandlungsweise von Fibromyalgie©

 

Jan Blaauw

Heilpraktiker, Orthomolekulartherapeut

mit Beiträgen von

R. Nieuwenhuis RA,

Geschäftsführer 'Stichting Orthomoleculaire Educatie'

 

Keywords: Fibromyalgie, Muskel- und Gelenkschmerzen, tenderpoints, Schlafstörungen, Wachstumshormon, mikrotraumata, Ethiologie, PVS, ATP, Vitamine B1, l-Carnitin, Aminosaüren und Hypophyse,

 

Das wissenschaftliche Interesse an Fibromyalgie (auch das Fibromyalgiesyndrom genannt) ist verhältnismäßig gering, was sich namentlich aus der Tatsache ergibt, daß dieses Krankheitsbild (noch) keine evidenten Diagnosemittel kennt. Oft wird diese Krankheit denn auch als 'psychogenes Rheuma' abgetan. Damit wird wieder der Ausspruch von William Osler unterstrichen: ,,The greater the ignorance, the greater the dogmatism".

Einleitung

Im Hinblick auf die primären Muskelbeschwerden wird Fibromyalgie heutzutage zum Rheuma (der Weichteile) gerechnet. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß die Ethiologie viele Gesichter kennt, wodurch sich die Frage erhebt, ob dieses Krankheitsbild zu den rheumatischen Erkrankungen gerechnet werden darf (eine Herzbeutelinfektion, die aktives Rheuma verursacht, wird in erster Linie auch nicht von einem Rheumatologen, sondern von einem Kardiologen behandelt).

Symptome von Fibromyalgie

Das erste Hauptmerkmal umfaßt Muskel- und Gelenkbeschwerden mit charak-teristischen tenderpoints: schmerzhafte Druckpunkte (insgesamt 18, von denen mindestens 11 reagieren sollen), die mit einem Druck von etwa 4 kg in einigen spezifischen Muskelgruppen lokalisiert werden (Smythe).

Es betrifft die nachfolgenden Punkte (größenteils bilateral):

  • ventrale Seite der intraversalen Räume von C5 - C7;
  • die Mitte des oberen Randes des Trapezmuskels (M. Trapecius);
  • Punkt, noch gerade lateral der kostachondralen Insertion der zweiten Rippe;
  • die Befestigungsstelle des Obergrätenmuskels (M. Supraspinatus), gerade über dem
  • Schultergrat;
  • Punkt, 2 cm vom Epicondylus lateralis entfernt;
  • interspinale Ligamente von L4-L5;
  • Proximalrand der mittleren Gesäßmuskel (M. Gluteus Medius);
  • Punkt, der sich gerade hinter dem Trochanter major der Hüfte befindet;
  • mediale Insertionen der kollateralen Knieligamente.

Der auf diese Stellen ausgeübte Druck muß als schmerzhaft erfahren werden, die Bezeichnung 'empfindlich' ist unzureichend. Außerdem sollen diese Beschwerden mindestens seit drei Monaten anwesend sein. Das zweite Hauptmerkmal besteht aus Schlafstörungen, hauptsächlich durch eine Anomalie des non-REM Schlafs verursacht. Daneben gibt es unterschiedliche und oft auftretende Sekundarbeschwerden wie: Spannungskopfschmerzen;

  • Migränekopfschmerzen;
  • ein irritierter Darm;
  • das Raynaudphanomen;
  • prämenstruelle Beschwerden;
  • Kieferschmerzen;
  • eine irritierte Blase;
  • sich dumpf anfuhlende Stellen;
  • ausgesprochene Ermudung;
  • Ängste;
  • Depressivität;
  • Konzentrationsprobleme.

(Sekundär)fibromyalgie und Prävalenz

Manchmal kann Fibromyalgie als Sekundärfibromyalgie bezeichnet werden, und zwar wenn in erster Linie von einer andersartigen diagnostizierten Krankheit, wie rheumatische Arthritis oder Hypothyreose die Rede ist. Weil eine genaue anatomische Grundlage fehlt, ist manchmal von einer deutlichen Überschneidung mit anderen Erkrankungen die Rede. Daher haben verschiedene Erkrankungen die Nachsilbe "Syndrom", die als Behälter fur die Vieizahl von Symptomen bei bestimmten Erkrankungen funktioniert. Fibromyalgie scheint in den Niederlanden nicht selten vorzukommen, was auch aus den Reaktionen einer Anzahl Rheumatologen hervorgeht. Durch die begrenzte Zusammenarbeit von Rheumatologen in den Niederlanden, namentlich was ihre Teilnahme an der "Standaard Diagnose Registratie" (Standarddiagnoseregistrierung) des niederländischen Instituts fur angewandte naturwissenschaftliche Forschung TNO betrifft, kann nicht oder kaum angegeben werden, wie häufig Fibromyalgie auftritt.

Primare Stoffe

Unterstützend

Als Ergänzung bzw. Ersatz bei sekundärer Fibromyalgie

 
Pantothensäure 250 mg 3 x täglich 1 Tablette

 


Verweise

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Drs. H.G.P. Meursing-Kraak, vereidigte Übersetzerin der deutschen Sprache, hat den Aufsatz ins Deutsche übersetzt.

 


 

Dieser Artikel wurde in der niederländischen Zeitschrift 'De orthomoleculaire Koerier', 11. Jahrgang Nr. 61, 1996, Seite 19-25, publiziert.

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